This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. Auf seiner Hauskonferenz Discover 2026 in Las Vegas hat Hewlett Packard Enterprise (HPE) eine Reihe von Neuigkeiten für den Netzwerkbereich vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen die Reduzierung des Betriebsaufwands durch KI-gestützte Automatisierung, autonome Abläufe, die Konvergenz von Netzwerk- und Sicherheitslösungen sowie das weitere Zusammenwachsen der HPE-Aruba- und Juniper-Plattformen.
Eine zentrale Ankündigung ist die Einbindung der kabelgebundenen HPE Networking CX Access Switches in HPEs Mist-AIOps-Plattform. Damit lassen sie sich nun auch über die Public-Cloud-Mist-Plattform mit Zero-Touch-Provisioning, Dynamic PCAP und erweiterten Monitoring-Funktionen verwalten. Durch die Integration von HPE Marvis sollen zudem KI-gestützte Aktionen wie automatisierte Fehleranalysen und Behebungen möglich werden. Dazu erhält auch HPE Aruba Central die aus der Mist-Plattform bekannten Marvis-Agenten, um einen möglichst autonomen, selbstheilenden Betrieb zu ermöglichen, etwa bei Problemen mit verkabelten Ports.
Inwieweit das in der Praxis bei der Vielfalt aktueller Netzwerke funktioniert, muss sich jedoch erst zeigen. Für Rechenzentrumsumgebungen führt HPE neue Funktionen in Mist ein, die auf agentisches Reasoning setzen. Das soll die Ursachenanalyse beschleunigen und proaktives Management ermöglichen – etwa indem Ausfälle optischer Transceiver vorhergesagt werden, bevor sie eintreten. Ähnlich wie Mitbewerber will HPE durch die Analyse von Millionen Support-Fällen und einer kontextuellen Graphdatenbank aus dem HPE Networking Data Center Director präzise Handlungsempfehlungen und automatisierte Behebungsmaßnahmen ableiten.
Darüber hinaus hat HPE die Integration von HPE Mist Networking Data Center Assurance mit HPE Compute Ops Management vorangetrieben. Das soll domänenübergreifende Sichtbarkeit schaffen und durch die Anbindung an HPE GreenLake ein vereinheitlichtes Infrastrukturmanagement ermöglichen. Neben den KI-Funktionen gab es auch Hardware-Neuigkeiten. Die neuen HPE Juniper Networking QFX-Switches sollen speziell für KI-Inferenz und Scale-up-Architekturen optimiert sein.
Der HPE Juniper Networking QFX5140 Switch basiert auf einem Broadcom-Trident-5-Chip mit 112G PAM4 SerDes und liefert auf einer Höheneinheit eine Switching-Kapazität von 16 Tbit/s mit 24 × 400G-QSFP112-, 8 × 800G-OSFP- und 2 × SFP28-Ports. Die Ports lassen sich flexibel auf bis zu 160 × 100G aufteilen. Zudem bietet er nativen Support für RoCEv2 und erweiterte Überlastmanagement-Funktionen wie Priority Flow Control, Explicit Congestion Notification und dynamische Lastverteilung für eine effiziente Inter-GPU-Kommunikation. Als Betriebssystem setzt er auf Junos OS Evolved.
Ferner veröffentlichte der Hersteller den QFX5252 Switch Tray für die AMD Helios AI-Rack-Scale-Plattform. Die Verwaltung erfolgt über Apstra und den HPE Networking Data Center Director, was eine zentrale Steuerung und Überwachung sicherstellen soll. Auf Basis der HPE Networking EdgeConnect Plattform und erweiterter Firewall-Funktionen hat HPE eine neue SASE-Plattform angekündigt. Sie soll die SD-WAN-Plattform mit Security Service Edge (SSE) in einer einzigen Management-Konsole vereinen, um eine konsistente Richtliniendurchsetzung zu erreichen.
Durch die Zusammenführung der Partnerprogramme von HPE und Juniper im neuen HPE Partner Ready Vantage will der Hersteller die Integration weiter vorantreiben. Das soll Partnern eine vereinfachte Portfolioverwaltung sowie zielgerichtete Zertifizierungs- und Vertriebsprozesse ermöglichen.