Oft kommt Erstaunliches ans Licht, wenn man lange nicht aufgeräumt hat. Das ist bei den Herzögen in Bayern nicht anders: Angesichts der 1028 Losnummern, die man bei dem Auktionshaus Scheublein in München am 25. Juni unter den Hammer nimmt, drängt sich aber der Gedanke auf: „Alles muss raus!“ Hölzerne Spucknäpfe zum Beispiel, die zu je 60 Euro aufgerufen werden, ein Toilettenstuhl mit Ledersitz (Taxe 200 bis 400 Euro) und Tische, alles ebenso aus der Biedermeierzeit wie zwei Sekretäre (ab 400 Euro) aus Schloss Banz, der ehemaligen Klosteranlage, die knapp 120 Jahre den Herzögen in Bayern gehörte.

Doch was hatte die Familie wohl mit 550 Meissen-Koppchen, also henkellosen Tassen, mit Marcolini-Marke im Sinn, die für den türkischen Markt gefertigt worden waren (elf Lots, je 250/300)? Außer Bergen von Porzellan hält die in Kooperation mit der Philipp von Württemberg Art Advisory abgehaltene Sonderauktion auch jede Menge Tafelsilber vor, insbesondere Bestecke, viele mit Kronen und Wappen „geadelt“ und mit verführerischen Taxen versehen. Aber man trennt sich auch von echten Preziosen, zum Beispiel von Herzog Carl Theodors Savonette mit Chatelaine, die mit 6000 bis 8000 Euro die Parade der Taschenuhren anführt. Carl Theodor gehörte auch der Prunkhirschfänger mit Jagdszenen aus vergoldetem Silber auf Griff und Kreuzstück.

Geerbt hatte er das edle Stück von Sachsens König Johann (20.000/30.000). Fein gemalte Miniaturporträts zieren an Angehörige erinnernd goldene Schmuckstücke, etwa das Armband mit Bildchen der drei ältesten Kinder König Ludwigs I. von Bayern: des späteren Max II., der Prinzessin Mathilde Karoline und des späteren Otto I. von Griechenland (4500/5000). Fast Reliquiencharakter könnte für die vielen Verehrer von Kaiserin Sisi ein Messingrahmen haben, der Haarlöckchen der geborenen Bayernprinzessin aus Kindertagen und ihrer sieben Geschwister enthält (400/500). Seit Jahrzehnten liest Denis Scheck alle Titel der Bestsellerliste.

Kaum jemand kennt die Deutschen so wie er. Ein Gespräch über Oliver Kahns Bekenntnisse, Peter Hahnes Sprachsünden und warum er die sozialen Medien meidet. David Hockney gehörte zu den einflussreichsten Vertretern zeitgenössischer Kunst. Unbeschwerte Pool-Bilder in leuchtenden Farben wurden sein Markenzeichen.

Nun ist der Brite im Alter von 88 Jahren gestorben. Von einem Radiostudio über eine Siedlung im Westjordanland bis hin zur Universität von Tel Aviv: Ein Band versammelt Reden und Essays des israelischen Schriftstellers Amos Oz.