Unter dem Titel „Im Kreislauf des Misstrauens“ erschien in der F.A.Z. vom 29. Mai ein Beitrag unter dem Pseudonym „Anna Wolter“. Der Text beschreibt anschaulich und unmittelbar einsichtig die Nöte, die das KI-Zeitalter für Hochschulprüfungen mit sich bringt. Darauf antwortete in einer Replik am 6.
Juni am gleichen Ort zunächst Carola Jungwirth, die aus eigener Erfahrung berichtete, wie Prüfungen unter Einbeziehung von KI gelingen können. Die meisten Menschen sehnen sich nach Mitgefühl. Eine große Ausstellung in Bonn knüpft künstlerisch an diesen Wunsch an und fragt, unter welchen Bedingungen Empathie entsteht. Corine Pelluchon erklärt den Wahlerfolg rechter Parteien als toxische Beziehung von „Opfer und Peiniger“.
Das klingt engagiert, entlastet aber von Verantwortung – und blendet soziale Ursachen fast völlig aus. Hamza Howidy protestierte gegen die Hamas, wurde gefoltert und floh. Nun lebt er geduldet in Deutschland und wirbt mit Israelis für Frieden – sein Bericht bietet einen seltenen Einblick in das Innenleben des Gazastreifens.