Einer der einflussreichsten Vertreter zeitgenössischer Kunst ist tot: Mit 88 Jahren ist der britische Künstler David Hockney in London verstorben. Seine Werke erzielten auf Auktionen Rekordpreise. Der britische Künstler David Hockney ist tot. Hockney starb am Donnerstag im Alter von 88 Jahren in seiner Londoner Wohnung, wie seine Agentin mitteilte.
Hockney gehörte zu den einflussreichsten Vertretern der zeitgenössischen Kunst. Zu seinen Werken zählen beispielsweise "Le Plongeur" und "A Bigger Splash". Seine Genre-Schwerpunkte lagen in der Landschafts- und Porträtmalerei. Er wurde zwar oft als ein führender Vertreter der der Pop-Art nahestehenden Kunst bezeichnet, verfügte allerdings über ein eigenständiges künstlerisches Profil.
Seine Werke erzielten auf Auktionen hohe Preise. Sein Bild "Portrait of an Artist" (Pool with Two Figures) von 1972 etwa wurde 2018 bei Christie’s für 90,3 Millionen US-Dollar verkauft. Bis 2019 war es das teuerste auf einer Auktion versteigerte Bild eines lebenden Künstlers weltweit. Hockney zählt zu den einflussreichsten Künstlern des 20.
Seine Genre-Schwerpunkte lagen in der Landschafts- und Porträtmalerei. Geboren wurde Hockney am 9. Juli 1937 im nordenglischen Bradford und wuchs in den Hungerjahren der Nachkriegszeit auf. Nach seiner ersten Einzelausstellung Anfang der 1960er Jahre zog er nach Hollywood und lebte später abwechselnd in Großbritannien und Kalifornien.
Der sonnige US-Staat bot ihm sowohl als Künstler als auch privat ungewohnte Freiheiten. Hockney machte nie ein Geheimnis daraus, dass er schwul war, selbst als Homosexualität in Großbritannien noch illegal war. "David Hockneys bleibendes Vermächtnis spiegelt seine grundlegende Lebensfreude, seinen herausragenden Sinn für Humor, seine immense Großzügigkeit und seine forschende Neugierde wider", hieß es in einem von seinem Umfeld publizierten Statement.