Fünf in einer Höhle in Laos vermisste Dorfbewohner sind lebend gefunden worden. Zwei weitere Menschen würden noch vermisst, teilten Rettungskräfte mit. Eine Sturzflut hatten den Goldsuchern den Rückweg abgeschnitten. Nach einer Woche sind fünf in einer teilweise gefluteten Höhle in Laos vermisste Dorfbewohner lebend gefunden worden.
"Wir haben fünf Leute gefunden, die leben und in Sicherheit sind. Wir suchen noch nach zwei weiteren Menschen", erklärte die laotische Rettungsgruppe Rescue Volunteer for People. Ein Video, das einer der Höhlentaucher veröffentlicht hat, zeigt die eingeschlossenen Dorfbewohner wie sie mit Stirnlampen auf einem Felsen ausharren, umgeben von Wasser. Die Freude, die Männer lebend zu finden, war groß. Draußen vor der Höhle fielen sich Retter und Angehörige in die Arme.
Nun gehe es darum, die Männer mit Nahrung und Wasser zu versorgen und sie auf den schwierigen Weg nach draußen vorzubereiten, so der Rettungstaucher. Rettungsteams aus Laos und dem benachbarten Thailand haben in den vergangenen Tagen daran gearbeitet, das Wasser aus der Goldmine in der zentralen Provinz Xaysomboun abzupumpen, wie staatliche laotische Medien berichten. Zuletzt sei der Wasserstand in der stillgelegten Goldmine erheblich gesunken. Die Dorfbewohner hatten die Höhle am 19.
Heftige Regenfälle lösten eine Sturzflut aus, die dazu führte, dass die Dorfbewohner nicht mehr aus der Höhle herauskonnten. Das in einer abgelegenen Gegend gelegene Höhlensystem in der Provinz Xaysomboun in Zentral-Laos erstreckt sich tief unter der Erdoberfläche und ist weit verzweigt mit zahlreichen Ebenen und engen Abschnitten. Die Regierung in Laos hatte Thailand um Hilfe gebeten, auch wegen ihrer Erfahrung bei der Rettung von zwölf jungen Fußballern und ihrem Trainer aus der Tham-Luang-Höhle im Jahr 2018. Zwei der damaligen Höhlentaucher sind auch dieses Mal vor Ort.
Mit Informationen von Jennifer Johnston, ARD-Studio Singapur Dieses Thema im Programm: MDR aktuell - Das Nachrichtenradio | Nachrichten | 27.05.2026 | 12:12 Uhr