In der Nähe des Weißen Hauses in der US-Hauptstadt Washington sind Schüsse gefallen. Laut Secret Service ist der Schütze tot. Ein Passant sei angeschossen worden. US-Präsident Trump befand sich zu dem Zeitpunkt in seinem Amtssitz.

Nach Schüssen in der Nähe des Weißen Hauses in Washington haben US-Medien den Tod des mutmaßlichen Schützen gemeldet. Nachdem der Mann das Feuer auf Beamte des für den Schutz des US-Präsidenten zuständigen Secret Service eröffnet habe, sei er durch Schüsse tödlich verletzt worden, zitierten US-Medien aus einer Mitteilung des Secret Service. Der Mann hatte demnach auf Beamte an einem Kontrollpunkt in der Nähe des Weißen Hauses geschossen. "Polizeibeamte des Secret Service erwiderten das Feuer, trafen den Verdächtigen, der in ein Krankenhaus in der Gegend gebracht wurde, wo er später starb", zitierten US-Medien aus der Mitteilung.

Mehrere US-Medien berichteten, bei dem Angreifer habe es sich um einen 21-jährigen Mann aus dem Bundesstaat Maryland gehandelt. Er sei in der Vergangenheit durch psychische Probleme aufgefallen und sei wiederholt mit Beamten des Secret Service aneinandergeraten. Zu einem möglichen Motiv ist bislang nichts bekannt, wie Alexander Franz auf tagesschau24 berichtet. Augenzeugen sprachen von etwa 20 oder gar "Dutzenden" Schüssen.

Bei dem Schusswechsel wurde demnach außerdem ein Passant getroffen. Zu seinem Zustand äußerte sich der Secret Service nicht. Der Amtssitz des US-Präsidenten wurde nach den Schüssen von zahlreichen Sicherheitskräften weiträumig abgeriegelt. Donald Trump sei durch den Vorfall nicht beeinträchtigt worden, erklärte der Kommunikationschef des Secret Service, Anthony Guglielmi.

Trump hatte sich während des Vorfalls im Weißen Haus aufgehalten. Wie er selbst mitgeteilt hatte, blieb er über das Feiertagswochenende in Washington, um an einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs zu arbeiten. "Dank sei Gott, Präsident Trump ist in Sicherheit", erklärten die Republikaner im US-Repräsentantenhaus auf X nach den Schüssen. "Endlose Dankbarkeit gegenüber dem Secret Service für seine sofortige heldenhafte Reaktion. Die politische Gewalt muss aufhören", hieß es in der Erklärung weiter.

April hatte sich in Washington ein Schusswaffenvorfall am Rande des traditionellen Korrespondenten-Dinners ereignet, an dem Trump teilnahm. In den vergangenen zwei Jahren war Trump schon zwei weiteren Attentatsversuchen entgangen: Im Juli 2024 schoss ein Mann während einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Pennsylvania auf ihn, die Kugel streifte den damaligen Präsidentschaftskandidaten am Ohr. Im September 2024 versuchte ein Mann, Trump in Florida beim Golfspielen zu erschießen. Der 59-Jährige wurde gefasst.

Dieses Thema im Programm: NDR Info | Nachrichten | 24.05.2026 | 02:05 Uhr, tagesschau24 | Nachrichten | 24.05.2026 | 03:00 Uhr