Strittige Szenen, viele Diskussionen und kein Handshake – doch Tamara Korpatsch lachte glücklich. Die Hamburgerin hat nach einem 6:2, 2:6, 6:3-Erfolg in einem hitzigen Duell mit der chinesischen Weltranglisten-34. Wang Xinyu erstmals die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers erreicht. „Eigentlich habe ich mich mit ihr total gut verstanden, wir waren keine Feinde oder sowas.

Was jetzt passiert ist, keine Ahnung“, sagte Korpatsch nach dem Match bei Eurosport. Viele enge Entscheidungen auf Platz 7 der Anlage von Roland Garros waren im ersten Satz zugunsten von Korpatsch ausgefallen, was ihre angeschlagen wirkende Kontrahentin wurmte. Beim Stand von 5:2 für Korpatsch verlor Wang ein bisschen die Nerven und kontrollierte einen Abdruck auf der Spielhälfte der Deutschen – was nicht erlaubt ist und ihr prompt eine Verwarnung einbrachte. Laut TV-Sender Eurosport zeigte das Hawk-Eye-System, dass der Ball im Aus war.

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Korpatsch schrieb danach fleißig Autogramme. Die Weltranglisten-95., die von ihrem Vater trainiert wird, hat sich ihre Karriere im Familienkreis aufgebaut. „Es war ein sehr harter Weg für uns. Wir haben damals im Auto geschlafen, gezeltet“, sagte sie zuletzt in Paris: „Wir haben wirklich keine Hilfe bekommen von irgendwem, keine Wildcards und einfach keine Unterstützung.“

Vom Deutschen Tennis-Bund (DTB) fühlt sie sich insgesamt über die Zeit ihrer Karriere wenig beachtet. Korpatsch betonte allerdings, dass sie die Berufung von Torben Beltz zum Bundestrainer gut finde. Beltz saß auch bei ihrem Duell mit Wang auf der Tribüne und fieberte mit. Julian Nagelsmann legt zum Auftakt der WM-Vorbereitung Wert auf Miteinander und Mindset.

Beim Test am Sonntag gegen Finnland wird Manuel Neuer noch nicht wieder im Tor stehen, sondern Oliver Baumann. Mit Handtasche im Rennwagen? Die Modemarke Gucci steigt in der kommenden Saison beim Formel-1-Team Alpine ein. Beim Judo-Club Wiesbaden kämpfen viele Ukrainer im Team.

Das führt zu Diskussionen. Der Verein wehrt sich – und engagiert sich weiter vorbildlich.