Ein Gericht in Moskau hat eine junge Frau zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, nachdem sie auf Instagram ein Bild von einer Wasserpfeife (Shisha) auf einem traditionellen russischen Osterkuchen veröffentlicht hatte. Drei Jahre und 25 Tage muss sie in eine Strafkolonie, wie mehrere Medien übereinstimmend aus dem Gerichtssaal meldeten. Als Angestellte einer Shisha-Bar in Moskau hatte sie im April einem Gast seine Wasserpfeife auf einem Kulitsch (Osterkuchen) präsentiert und dazu einen Post auf Instagram veröffentlicht. Danach leiteten russische Behörden ein Strafverfahren wegen des Vorwurfs der Verletzung religiöser Gefühle ein.

F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen Im vergangenen Jahr war die Frau dem oppositionellen russischen Portal „Mediazona“ zufolge wegen eines Drogenvergehens zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Im Rahmen des neuen Verfahrens ordnete das Gericht demnach nun die Umwandlung der Bewährungs- in eine Haftstrafe an. Es blieb damit nur knapp unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft von drei Jahren und zwei Monaten Freiheitsentzug.

Der Kulitsch ist ein traditionelles Ostergebäck in Russland, das die orthodoxen Christen zusammen mit den Ostereiern und einer Quarkspeise verzehren. Es markiert das Ende der Fastenzeit zum Ostersonntag. Oft lassen Gläubige den Kulitsch sogar vor Ostern von Priestern weihen. Seit 2013 ist die Verletzung der Gefühle von Gläubigen in Russland strafrechtlich relevant.

Auslöser war eine Performance der Gruppe Pussy Riot in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale. Die Unfallverursacherin war von der Fahrbahn abgekommen und nach der Kollision gegen stehende Autos geprallt. Ein Kind wird leicht verletzt. Zwei Kinder sterben an ihren Verletzungen.

Rund 50.000 Menschen mussten ihre Häuser wegen der drohenden Explosion eines Chemietanks südlich von Los Angeles verlassen. Nun gibt es für einen großen Teil der Gebiete Entwarnung – doch nicht für alle. Er sei in Sorge um Mette-Marit, sagt Norwegens Kronprinz Haakon. Wann ein Termin für ihre Lungentransplantation sein wird, ist noch offen.

Zuletzt war Mette-Marit wegen ihrer Freundschaft zu Jeffrey Epstein kritisiert worden.