32 Jahre nachdem die erste kommerziell erfolgreiche Weltmeisterschaft in den USA der erfolgreichsten Sportnation der Welt den Weg ebnete, um sich vom Fußball-Entwicklungsland zu einer Soccer-Großmacht zu entwickeln, sieht die Bilanz erstaunlich dürftig aus. Es mangelt nicht (mehr) an Geld und gutem Willen. Die Defizite liegen woanders, sagt Leander Schaerlaeckens, Journalist und Lehrbeauftragter für Journalismus und Sportkommunikation an der Marist-Universität in Poughkeepsie im Bundesstaat New York. Er hat zur WM in seinem 384 Seiten umfassenden Buch „The Long Game: U.S. Men's Soccer and Its Savage, Four-Decade Journey to the Top, or Thereabouts“ (Viking), Aufholbemühungen und Schwächen im System nachgezeichnet.

Eine stolze Sportart droht abzusaufen. Verband und Förderer ringen um Ideen, Wasserball wieder flottzumachen – die Seriensieger aus Hannover und Spandau sind dabei nur bedingt hilfreich. Lange unterschätzt, vor einem Jahr noch in der dritten Liga, von Verletzungen geplagt: Wie es zwei Frankfurter und ein Mainzer trotz Rückschlägen zur WM geschafft haben – und was sie dort erwartet. Die Fußball-WM könnte in fünf Wochen mehr Emissionen verursachen als viele Staaten in einem Jahr.

Dabei hat sich die FIFA dem Klimaschutz verschrieben. Für Trump missachtet sie sogar ihre eigenen Regeln.