Der Arbeitsplatzabbau in der Industrie belastet die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt. Der Beschäftigungsausblick sei daher so schwach wie seit der Corona-Pandemie nicht mehr, obwohl die Beschäftigung insgesamt noch stabil sei, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Mittwoch auf der Grundlage einer monatlichen Umfrage bei den Arbeitsagenturen mit. Zwar sei die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit im IAB-Arbeitsmarktbarometer im Mai um 0,1 auf 99,0 Punkte gestiegen. Der Wert liege damit aber weiter im pessimistischen Bereich.

„Einen Einbruch gibt es am Arbeitsmarkt nicht, einen Durchbruch aber auch nicht“, erklärte IAB-Forscher Enzo Weber. „Dafür bräuchten wir mehr Bewegung und neue Jobs.“ Die Bundesagentur für Arbeit (BA) legt am Freitag die Arbeitsmarktbilanz für Mai vor. Für die Jahreszeit typisch ist ein leichter Rückgang der Arbeitslosenzahl.

Nach rund 3,008 Millionen Arbeitslosen im April könnte die Zahl erstmals seit Dezember wieder die Drei-Millionen-Marke unterschreiten. Mehr: Stellenabbau verlangsamt sich im Mai – schwierige Lage in Industrie