Das Bertelsmann-Fintech Riverty bekommt eine Banklizenz und will damit das Geschäft mit Einzelhändlern verstärken. Dazu wolle man eine Bank in Luxemburg gründen, die im Juli den Betrieb aufnehmen soll, teilte Riverty am Mittwoch mit. „Die Banklizenz ermöglicht die nächste Wachstumsphase für Riverty“, sagte Bertelsmann-Vorstand Carsten Coesfeld. Einzelhändler sollen durch eingebettete Zahlungs-, Kredit- und Liquiditätslösungen unterstützt werden.
Es gehe darum, mit der Branche Finanzprodukte zu entwickeln, die Kundenbindung zu steigern – „mit dem Anspruch, die am besten integrierte Bank im Händler-Ökosystem zu werden“, sagte Riverty-Chef Andreas Barth. Riverty gehört zur konzerneigenen Dienstleistungstochter Arvato, hat gut 4000 Beschäftigte und ist in zehn europäischen Ländern aktiv. Das Fintech bietet Zahlungs-, Inkasso- und Factoring-Lösungen für Firmen und Privatpersonen an. Rivertys Payment- und Kreditgeschäft betreut den Angaben zufolge mehr als 1800 Händler mit rund 25 Millionen Kundinnen und Kunden und verarbeitet jährlich mehr als 235 Millionen Transaktionen in Europa.
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