Das Kernkraftunternehmen Newcleo strebt über eine Fusion an die US-Technologiebörse Nasdaq. Die Firma schließe sich dazu mit NewHold Investment Corp III zusammen, teilte das vom italienischen Kernphysiker Stefano Buono gegründete Unternehmen am Mittwoch mit. Die Transaktion bewerte das Unternehmen mit 2,4 Milliarden Dollar und solle Bruttoerlöse von bis zu 429 Millionen Dollar einbringen. Der Abschluss werde für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

NewHold ist ein SPAC (Special Purpose Acquisition Company), eine börsennotierte Gesellschaft ohne eigenes operatives Geschäft, die mit einem anderen Unternehmen nur aus dem Grund fusioniert, dass dieses an der Börse notiert ist. Newcleo entwickelt bleigekühlte modulare Schnellreaktoren sowie Kernbrennstoff aus wiederaufbereitetem Material. Gemeinsam mit dem Partner Oklo beteiligt sich das Unternehmen an einem Programm des US-Energieministeriums. Dabei soll geprüft werden, ob Plutonium aus der Zeit des Kalten Krieges als Reaktorbrennstoff genutzt werden kann.

Oklo werde die Nutzung des überschüssigen Plutoniums leiten, während Newcleo seine Erfahrung im Brennstoffkreislauf einbringe. In den USA gilt die Kernenergie als vielversprechende Lösung, um den steigenden Strombedarf von Rechenzentren und Anwendungen für Künstliche Intelligenz (KI) zu decken.