Der Dax hat am Donnerstag bei 25.027 Zählern und damit 0,4 Prozent über dem Vortagsniveau geschlossen. Damit setzt er seinen Seitwärtstrend der vergangenen Tage zwar fort, doch der Schlusskurs oberhalb der 25.000er-Marke ist der höchste Tagesendwert seit Anfang Juni. Nach einem Minus an den US-Märkten am Vortag legten diese am Donnerstag wieder zu und stützten so auch in Deutschland die Kurse. Die Federal Reserve (Fed) hatte auch unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh den Leitzins nicht angetastet.
Dieser bleibt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, wie die Fed am Mittwoch bekannt gab. Infolge des Irankrieges hat die Inflation in den USA kräftig angezogen, womit von US-Präsident Donald Trump geforderte Zinssenkungen vorerst als unwahrscheinlich gelten. „Die eigentliche Überraschung lag beim Zinsausblick“, schreibt Christian Scherrmann, US-Chefvolkswirt bei der DWS. „Neun der 18 Gremiumsmitglieder gaben an, dass im Jahr 2026 mindestens eine Zinserhöhung angemessen wäre.“
Die Fed betont, dass die Inflation im Vergleich zum Zielwert deutlich zu hoch ist, auch wegen gestörter Lieferketten. Entsprechend hoben die Mitglieder des geldpolitischen Rates (FOMC) ihre Inflationserwartung für dieses Jahr von 2,7 auf 3,6 Prozent an. Der Fokus der deutschen Anleger liegt derzeit eher in den USA, wo auch der Börsengang des Raumfahrtunternehmens SpaceX weiterhin die Märkte bewegt. Die Aktie ist in dieser Woche sehr volatil.