Nach den Differenzen mit Indien um die US-Zollpolitik sind die USA zuversichtlich, ein seit Längerem erwartetes Handelsabkommen zeitnah abschließen zu können. „Wir haben enorme Fortschritte erzielt“, sagte US-Außenminister Marco Rubio nach politischen Gesprächen mit seinem indischen Kollegen Subrahmanyam Jaishankar in Neu-Delhi. Er gehe davon aus, dass am Ende ein Abkommen zustande komme, das für beide Seiten vorteilhaft sei und den nationalen Interessen beider Länder gerecht werde. Rubio nannte keinen konkreten Zeitrahmen für den Abschluss der Verhandlungen.

Eine US-Delegation werde aber dazu bald in Indien eintreffen, sagte der Minister. Für die USA ist Indien ein bedeutender strategischer Partner. Das Verhältnis war jedoch durch die Verhängung von Strafzöllen der USA gegen Indien während der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten Donald Trump stark belastet. Im Februar hatte Trump dann die Strafzölle, mit denen er indirekt Russlands milliardenschweren Ölhandel schwächen wollte, wieder gestrichen.

Überdies veröffentlichten beide Seiten den Rahmen für ein vorläufiges Handelsabkommen, das eine Reduzierung zusätzlicher Einfuhrzölle der USA auf indische Waren von 25 Prozent auf 18 Prozent vorsieht.