Mitglieder der Samsung-Gewerkschaften haben den Kompromissvorschlag des Managements für Jahresprämien in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro pro Kopf akzeptiert. Nach Gewerkschaftsangaben sprachen sich mehr als 70 Prozent der Mitglieder dafür aus, das Angebot der Geschäftsführung anzunehmen. Damit ist ein Generalstreik bei Südkoreas größtem Konzern abgewendet. Die firmenweit gültige Einigung beinhaltet eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 6,2 Prozent und die Ausschüttung von 10,5 Prozent des Unternehmensgewinns an die Belegschaft.

Für die knapp 80.000 Beschäftigten des Chipbereichs von Samsung Electronics entsteht damit ein Bonuspool von mehr als 34 Billionen Won (19 Milliarden Euro), falls der Chipproduzent mit seinen stark nachgefragten Speicherchips die Prognosen der Marktbeobachter erfüllt. Etwa 40 Prozent der Bonussumme sollen gleichmäßig auf alle Beschäftigten verteilt werden. Das übrige Geld würde dann je nach Erfolg der Sparten ausgeschüttet. Mitarbeiter der erfolgreichen Speicherchip-Sparte würden insgesamt bis zu 600 Millionen Won in Aktien erhalten (etwa 340.000 Euro), jene im weniger erfolgreichen Geschäft mit Auftragsproduktionen nur 150 bis 200 Millionen Won (bis zu 110.000 Euro).