US-Präsident Donald Trump hat ein Problem: die hohen Benzinpreise. Derzeit liegen sie bei durchschnittlich 4,50 US-Dollar pro Gallone (rund 3,8 Liter). So hoch wie an diesem Feiertagswochenende waren sie laut der American Automobile Association das letzte Mal vor vier Jahren – damals hatte Russland gerade den Krieg gegen die Ukraine begonnen. Dieses Mal ist die Ursache jedoch der Krieg gegen den Iran, den Trump gemeinsam mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu im Februar begonnen hat.

Je näher die wichtigen US-Zwischenwahlen Anfang November rücken, desto drängender muss Trump den Konflikt mit dem Iran lösen, damit die Öltanker wieder die derzeit blockierte Straße von Hormus passieren können und die Benzinpreise sinken. Eine Lösung scheint nun offenbar in greifbarer Nähe – doch sie würde das größte Problem mit dem Iran lediglich auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Zunächst hatte es danach ausgesehen, als ob noch an diesem Wochenende eine Vereinbarung erzielt werden könnte. Dann dämpfte Trump am Sonntag selbst die Erwartungen: „Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv, und ich habe meinen Vertretern mitgeteilt, dass sie keine übereilte Einigung anstreben sollen, da die Zeit auf unserer Seite ist.“ Kurz zuvor hatte er ein computergeneriertes Bild von amerikanischen Kampfflugzeugen gepostet, die iranische Kriegsschiffe bombardieren – darüber das Wort „Adios“.