Es ist Chinas wohl verheerendstes Minenunglück seit über einem Jahrzehnt: Nach einer Gasexplosion in einer Kohlemine in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind laut chinesischen Staatsmedien mindestens 82 Menschen gestorben. Ob nach wie vor weitere Personen in dem Kohlebergwerk eingeschlossen sind, ist bislang unklar. Möglicherweise könnte sich die Anzahl an Toten erneut erhöhen. Die Rettungsarbeiten laufen auch über 20 Stunden nach der Gasexplosion weiter unter Hochdruck.
Laut Angaben chinesischer Staatsmedien sollen rund 750 Einsatzkräfte mobilisiert worden sein. Demnach sind die Verletzungen der meisten Patienten, die derzeit in den umliegenden Krankenhäusern behandelt werden, durch Giftgase verursacht worden. Tatsächlich bleiben weiterhin viele Fragen rund um das Unglück offen. Am Samstagmorgen hieß es zunächst, dass insgesamt 201 Menschen aus der Mine geborgen wurden, darunter acht Tote.
Anschließend wurde die Zahl auf 90 reduziert, später haben chinesische Behörden die Zahl der Todesopfer auf 82 korrigiert. Chaotische Zustände am Unfallort hätten zu den unzutreffenden Angaben geführt, sagte der Leiter der Kreisregierung von Qinyuan, Guo Xiaofang, staatlichen Medien zufolge am späten Samstagabend vor Journalisten.