Fondsmanager für Wandelanleihen dürften ihr Glück aktuell kaum fassen können. Das Nischensegment, das Anlegern eigentlich eine Art Aktieninvestment mit Absicherung bietet, entwickelt sich in diesem Jahr erneut besser als der MSCI-World-Index. Das hat auch mit dem KI-Trade an den Börsen zu tun – und birgt ein wachsendes Risiko. Wandelanleihen sind Unternehmensanleihen, die Investorinnen und Investoren zu einem festgelegten Preis in Aktien tauschen können.
Die Papiere kombinieren so Eigenschaften von Anleihen und Aktien. Steigt der Aktienkurs des Unternehmens, steigt auch der Wert der Tauschoption und somit der Kurs der Wandelanleihe. In den vergangenen Monaten hat sich das für viele Anleger gelohnt. Nach einer Schwächephase nach der Zinswende hatten Wandelanleihen schon im vergangenen Jahr den globalen Aktienmarkt deutlich geschlagen.
2026 setzt sich der Trend fort: Der Börsenfonds „State Street SPDR FTSE Global Convertible Bond UCITS ETF“, der den globalen Wandelanleihemarkt abbildet, erzielte in der in Euro abgesicherten Variante in diesem Jahr bisher eine Rendite von mehr als 17 Prozent. Bei einem ETF für den Industrieländerindex MSCI World waren es nur etwa elf Prozent.