Das Bundeskartellamt hat den Milliarden-Deal der Bertelsmann-Musiktochter BMG mit dem US-Rivalen Concord gebilligt. Durch den Zusammenschluss entstehe eines der größten Musikunternehmen der Welt, teilte die Behörde am Freitag mit. Kartellamtspräsident Andreas Mundt betonte aber: „Auf den betroffenen Märkten steht das Gemeinschaftsunternehmen insbesondere im Wettbewerb zu teilweise noch deutlich größeren Musikunternehmen, wie Universal Music, Sony Music und Warner Music.“ Deshalb habe man grünes Licht für das Vorhaben geben können – „trotz seines erheblichen Umfangs“. Der Deal unterliege auch der Prüfung durch Wettbewerbsbehörden in weiteren Ländern.

Bertelsmann will mit einem Deal in den USA sein Musik-Geschäft ausbauen und ein viertes großes Standbein für den Medienkonzern schaffen. BMG soll mit Concord zusammengehen und so die weltweite Nummer Vier hinter den großen Drei in der Musikindustrie formen. BMG repräsentiert Musikerinnen wie Tina Turner und Kylie Minogue, Concord etwa Künstler wie Miles Davis oder R.E.M.. „Das ist vom Gesamtwert einer der größten Deals in unserer über 190-jährigen Firmengeschichte“, sagte Bertelsmann-Chef Thomas Rabe Ende April im Reuters-Interview.

Bertelsmann hält künftig 67 Prozent am zusammengeführten Unternehmen, der Pensionsfonds von Michigan als Eigner von Concord bekommt 33 Prozent plus einmalig 1,16 Milliarden Dollar in bar.