Die Aussicht auf ein baldiges Friedensabkommen im Nahen Osten hat die asiatischen Aktienmärkte am Freitag kräftig angetrieben. Auslöser für die Kauflaune waren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach bereits an diesem Wochenende ein Friedensvertrag mit dem Iran unterzeichnet werden könnte. Dies würde die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt öffnen. „Dies sieht vielleicht etwas greifbarer aus als das, was wir bisher hatten“, sagte Ray Attrill, Devisenstratege bei der National Australia Bank.

„Wenn wir etwas aus dem Iran hören, das positiv klingt, werden sich die Chancen eindeutig dramatisch wenden.“ Zwar erklärte die Regierung in Teheran, es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, doch die Investoren zeigten sich äußerst optimistisch. An der Börse in Tokio profitierten vor allem Technologiewerte von der gestiegenen Risikobereitschaft. Die Aktien der Chip-Ausrüster Advantest und Tokyo Electron sprangen um 5,6 beziehungsweise 13,4 Prozent in die Höhe. Der Speicherchip-Hersteller Kioxia gewann 7,6 Prozent.

Zu den Verlierern zählten hingegen der Personaldienstleister Recruit Holdings und der Elektronikkonzern Sony, die jeweils mehr als ein Prozent einbüßten. Unterdessen kündigte die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama an, das Angebot an Staatsanleihen für Privatanleger ausweiten zu wollen.