Der Vorstand der Addiko Bank empfiehlt seinen Aktionären die Annahme des Übernahmeangebots der Raiffeisen Bank International (RBI). Die Offerte sei aus finanzieller Sicht attraktiv, teilte das Institut am Mittwoch mit. Die RBI bietet 26,50 Euro je Aktie. Das sind 2,50 Euro weniger, als die konkurrierende Nova Ljubljanska banka (NLB) aus Slowenien offeriert.

Für deren Offerte gab der Vorstand jedoch weder eine Empfehlung zur Annahme noch zur Ablehnung ab. Zwar sei das Angebot der Slowenen finanziell attraktiv, ein Erfolg sei aber ungewiss. Bislang lägen der NLB keine Zusagen von Großaktionären vor, zudem drohten regulatorische Hürden in Kroatien. Das Addiko-Management hält einen Erfolg der RBI für hinreichend wahrscheinlich.

Großaktionäre wie die Alta Group wollen ihre Anteile andienen. Ein Erfolg der RBI würde zudem die zuletzt schwierige Eigentümerstruktur der Bank klären, hieß es weiter. Die RBI plant bei einer erfolgreichen Übernahme eine Aufspaltung der Addiko Bank. Das Geschäft in den Nicht-EU-Ländern Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro soll an die Alta Group verkauft werden.

Die Töchter in Kroatien und Slowenien will die RBI in ihr eigenes Netzwerk integrieren. Das Angebot der RBI ist an eine Mindestannahmequote von 75 Prozent geknüpft.