Frau Wood, in den vergangenen Jahren waren Tech- und KI-Aktien lange Zeit die großen Gewinner. Auch Ihre ETFs haben stark davon profitiert. Anfang des Jahres überwog indes die Angst, dass KI bestehende Technologieunternehmen überflüssig machen könnte. Haben die Anleger recht mit ihrer Sorge?Wir haben vor etwa zwei Jahren die Tech-Branche in drei Schichten unterteilt: die Infrastrukturschicht mit Rechenzentren und Chips, die „Platform-as-a-Service“-Schicht – ein Paradebeispiel dafür ist Palantir – und die Applikationsschicht, in der klassische Software-as-a-Service-Anbieter – kurz SaaS – angesiedelt sind.
Schon damals haben wir beobachtet, dass das inkrementelle Wachstum in die mittlere Schicht wandert. SaaS ist ein Einheitsprodukt. Palantir dagegen baut Software, die tief in das Geschäfts‑ und Datenmodell eines Unternehmens integriert ist und dessen exklusive Daten nutzt – das ist der entscheidende Vorteil. Wir haben deshalb begonnen, SaaS-Aktien zu reduzieren.
Dass es zu dieser „SaaS-Apokalypse" kommen würde, bei der so viele Aktien eingebrochen sind, haben wir nicht vorhergesehen, aber die Richtung war klar.