Der weltgrößte Online-Sportwettenanbieter Flutter zieht sich von der Londoner Börse zurück und versetzt dem britischen Finanzplatz damit einen weiteren Rückschlag. Der Eigentümer der Marke FanDuel teilte am Freitag mit, die Notierung in London wegen geringer Handelsvolumina und hoher Regulierungskosten im August aufzugeben. Der letzte Handelstag sei für den 31. Seine Hauptnotierung an der New Yorker Wall Street behält Flutter bei.

Die USA sind mit einem Umsatzanteil von rund 42 Prozent der wichtigste Markt für den Konzern. Der Abgang reiht sich in eine wachsende Liste von Unternehmen ein, die der Londoner Börse den Rücken kehren oder geplante Börsengänge dort abgesagt haben. Großbritannien bemüht sich derzeit um Reformen, um die Attraktivität des Finanzplatzes wieder zu erhöhen. Inmitten der durch den Iran-Krieg ausgelösten Turbulenzen an den Weltmärkten kommt der Londoner Leitindex FTSE 100 aktuell auf einen Börsenwert von rund 2,4 Billionen Pfund (3,21 Billionen Dollar) und liegt damit weit hinter dem US-Index S&P 500 mit 63 Billionen Dollar.